Wandervogel Termine

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Wandervogel Titel

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2012-01 Neusjahrsbrief - Januar-Greifenbrief PDF Drucken E-Mail
Greifenbriefe - greifenbriefe
Geschrieben von: Hedo Holland   
Sonntag, 01. Januar 2012 um 19:42 Uhr

NEUJAHRSBRIEF 2012

 

DES WANDERVOGEL e.V.

 

Liebe Freundin, lieber Freund, liebe Wandervögel

Das auslaufende Jahr ist für mich wertvoll, um zurückzublicken, da ich manches lernen konnte. Das erleichtert es mir, auch den Wandervogel - Iststandpunkt von Heute zu fixieren und zum Schluss einen Wandervogel-Ausblick fürs neue Jahr zu wagen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir und allen Lesern ein glückliches, liebereiches, gesundes, friedliches neues Jahr und gute Zusammenarbeit. Dein hedo

 

Das Jahr 2011

1.1.Die Feste auf dem Rabenhof 2011

Das Maifest ist in jedem Jahr das größte unserer Feste hier in Lüttenmark. Es ist für viele das Anzelten. Viele Neue sind dabei. Wir können für unsere Referenten die Fahrkosten leisten. Und wir haben große Tanzfeste, viele Musikanten und schönes Singen hier gemeinsam, von geübten Sänger und Gruppen. Die Tanzvideos bewähren sich.

Mittsommer ist schon 6 Wochen danach. Das Sonnenwendfeuer am Sonnabend ist der Höhepunkt des Wochenendes.  Dazu kommt der Mittsommerball. In den vergangenen zwei Jahren

Erntefolk und mein Geburtstag mit Freunden von mir. Große Festtafel. Weinprobe am Feuer.

Spezielle Einladungen

Laubhüttenfest und Aufnahme in den Bund, Laubhüttenbau. Es war ein besonders verbindendes Fest

Waldweihnacht mit Kindern, Weihnachtssingen

 

1.2.monija und ich 2011

Nachdem monija Ende 2010 zur Therapie war haben wir beide zusammen viel an uns gearbeitet. In jeder Woche reservieren wir uns eine Stunde für unser Ritualgespräch, bei dem alle für uns wichtigen Sachen auf den Tisch kommen, geäußert, besprochen und aufgeschrieben werden. Das bringt uns viel an neuen Glücksmöglichkeiten, an Überwindung von Blockaden, an Weitsicht und an der Verwirklichung gemeinsamer Vorhaben, Unternehmungen, Fahrten und Urlaub.

Ich habe für mich erkannt,  dass ich mich seit meiner Jugend und Selbständigkeit auf manchen Ecken nicht so gut weiterentwickeln konnte, wie es meiner Intelligenz entspricht.

Zuerst habe ich das beim Singen gemerkt. Wir haben das Glück, jeden Tag vor dem gemeinsamen Frühstück um Neun mit einem Morgen- oder Jahreszeitlied beginnen zu können. Ich habe mich wegen meines Hörfehlers immer so stark in mein Gitarrenspiel verbissen und meine Stimme nicht weiter entwickelt. Bis heute verspüre ich beim lauten, ungeschliffenen Gesang am meisten Freude und Adrenalinausstoß. Wenn ich nun bewusster singe, dann wird mein Singen auch etwas besser.

Als weiteres ist mir deutlich geworden, dass meine Selbst- und Fremdwahrnehmung längst nicht so gut entwickelt ist, wie die von monija. Ich habe da viel zu lernen. Bisher dachte ich, das schönste Fest sei, wenn nach der Planung alles am Schnürchen liefe, und jeder die gleiche, große Freude spüren müsse wie ich. Viele aber haben nicht die gleiche Art wie ich, sind in ihrer Grundstruktur anders fröhlich, vielleicht nachdenklicher, trauriger, nicht so gruppentrainiert. Für manche ist schon das Kommen zu unseren Festen eine große Hürde. Es gilt also nicht so sehr, meine Freude anderen überzustülpen, sondern jeden – vielleicht vorsichtig – mit einzubeziehen und ankommen lassen. Zwar steht die Gemeinschaft bei unseren Treffen über dem Einzelnen, und Egoismus tritt zurück. Dennoch ist die Wertschätzung, die Feinfühligkeit wichtig, auf andere einzugehen, die Power der Einzelnen mit sanfter Moderation zu fördern, sich entfalten zu lassen.

 

1.3. Stundenbücher, Festbücher, Familienbuch

Ich führe seit Jahren Stundenbücher und Festbücher mit Fotos, Gedichten, Erlebnissen künstlerisch gestaltet über meine schönsten Stunden. Dadurch ergibt sich eine Glückssammlung , ein Glückskonglomerat, aus dem ich schöpfen kann. So sind mit den Jahren Erwachsenenlese- und Lernbücher entstanden, die mich glücklich machen. Und jeder weiß, wo Glück ist, kommt leichter Glück dazu.  Ich kann deshalb nur empfehlen, dass jeder Wandervogel auf seine Art, solche Bücher für sich gestaltet. Vielleicht bringt Dir das auch Glück?

 

1.4. Materielles

Viele klagen über Geldmangel. Die meisten Menschen haben sich mit dem Thema Geld zu wenig beschäftigt. Geld kann faszinierend sein. Die eine Möglichkeit ist, es zu verdienen und auszugeben. Die andere viel interessantere ist, es für sich arbeiten zu lassen.  Zwar sind die Zeiten der einfachen Spekulation vorbei, da von Kredithaien mit Riesencomputern angelegte Gelder zu leicht abgezockt werden können. Selbst Gelder bei der Sparkasse verwalten zu lassen wird teurer und bringt nun oft weniger als die jährliche Inflationsrate. Immer alles ausgeben ist jedoch nicht das Beste.

Zwei Vorschläge: 1. Kauf eines Grundstückes, das den Bau einer Holzhütte oder eines Wochenendhauses ermöglicht. Günstig sind gute Grundstücke in Mecklenburg nicht weit von Hamburg zu bekommen, oder in Brandenburg, nicht weit von Berlin. 2. Beteiligung an einer Firmengründung mit aussichtsreichen Möglichkeiten einer Nische.

 

1.5.Zusammenarbeit mit Bündischen, Waldorfleuten, Umweltfreunden, Musischen Familien

Die Möglichkeiten für alle Wandervögel, für Neue und Näherrückende aus anderen Bünden und für Umwelt- und Musikaktive sollten wir im Bund ausbauen mit Wanderungen, Fahrten, Aktionen, Gruppengründungen und –Aufnahmen.

 

1.6.Der Rabenhof

Der Rabenhof und unser Gelände bieten sich für Urlaube, Aktionen, Fahrten, Besuche an. Hier sind das Wandervogelarchiv, der Tanzsaal, die Festjurte, der Feuerplatz. Und das alles zu Minipreisen, ab E 50, bei mehreren E 10,- pro Nacht, bei größeren Gruppen Rabatte.

 

1.7.Die Fahrten

Wir machen Fahrten zu Treffen von anderen Bünden. Wir bringen unser Liedgut mit ein, unsere Klampfen und führen unterwegs meist gute Gespräche.

 

1.8.Bundesöffentlichkeit

Wir beginnen, mit anderen Bünden zusammen zu arbeiten. 2013 haben wir mit dem 100. Geburtstag unseres Bundes und dem 100. Meißnertreffen einiges zu bewältigen.

 

2.   Heute

Die Entwicklung des Bundes geht langsam voran. Das könnte besser sein. Wir konnten jedoch die noch kleine Fahrtenzunft gründen und den Tanzkreis aufnehmen. In den Gruppen sind Stabilität Engagement. Mehrere sind miteinander befreundet. Festbücher, Filmen und Tonaufnahmen werden noch etwas vernachlässigt.

Unsere Feste und Fahrten im letzten Halbjahr sind alle gut bis sehr gut verlaufen. Teils wird schon gut gesungen. Das Musizieren ist gut, wenn mehrere der Elbraben dabei sind. Das ist längst nicht immer der Fall. Kinder werden zurzeit gut integriert.

Unsere Zeitschrift hat sich gut entwickelt. Die Mitarbeit ist besser geworden.

Die Kerngruppe hat einen Großteil der offenen Arbeiten erledigt.

Die Finanzen haben sich konsolidiert. Wenn alle ihren Mindestbeitrag zahlen, einige weiter mehr zahlen, wie in den vergangenen Jahren und auch ein paar Spenden kommen, so bekommen wir einen ausgeglichenen Jahreshaushalt. Nicht berücksichtigt sind die steigenden Ölpreise. Dazu brauchen wir Anregungen von Euch Lesern.

 

3.  Morgen

Neben Vorbereitungen von den Jubiläen 2013 wollen wir mehr Künstler und Bands auf den Hof holen, haben uns unser Jahreskonzept für 2012 gut überlegt und denken, dass wir einen Familiensingewettstreit einführen können. Homepagemitarbeit von Fachleuten und gemeinsame Arbeit zu Verbreitung des Wandervogelgedankenguts sind notwendig.

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 01. Januar 2012 um 19:48 Uhr
 
Wandervogel-Einladungen 2012 für die ersten Monate PDF Drucken E-Mail
Einladungen - Einladungen
Geschrieben von: Hedo Holland   
Sonntag, 01. Januar 2012 um 13:57 Uhr

Wandervogel-Einladungen 2012

 

Für die ersten Monate

 

Wer Interesse hat, melde sich bei uns frühzeitig. Wir haben viel Platz.

Unsere Einladungen sind für bündische Gruppen und bündische und nicht Globetrotter, für jugendbewegte oder musikinteressierte Familien, für Singefreudige, die sich einbringen möchten. 

Bei uns ist nicht wichtig, zu welchem Bund Du gehörst oder ob Du erst wenig von den Bünden weißt. Wichtig ist für uns, dass Du umwelt- und musikinteressiert bist. Auf jeden Fall bist Du herzlich willkommen.

 

Singewettstreit in Hamburg  Sa. 25. 2.

Es besteht anschließend wieder die Möglichkeit, zum Rabenhof zu kommen und dort nach einem mitternächtlichen Gelage und Singen die Nacht zu verbringen. Ihr könnt Euch melden. Es kostet nix. Nur für gute Verpflegung mit Essen und Trinken für die Festtafel, für Schlafsäcke, Klampfen, Lieder, Klarschiff und gute Laune ist zu sorgen.

Bei frühzeitiger Absprache ist ein Einquartieren auch schon am Fr. 24. 2. möglich.

 

Weidenhüttenbau

Wir holen Weidenäste zum Einpflanzen, um eine Weidenhütte aus lebendig anwachsenen Weiden zu bauen und wachsen zu lassen. Frühjahrsputz, Singen und Festmahl kommen dazu.

Interessierten geben wir den Termin bekannt. +

 

Maitreffen über 5 Tage  27.4. - 1. 5. 2012

Es wäre schön, wenn wir uns zum Maitreffen schon kennen würden.

 

Nachfragen + Anmeldungen:

038842-21888

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Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 01. Januar 2012 um 19:51 Uhr
 
Liedertextarchiv PDF Drucken E-Mail
Liedertextarchiv - Herbstlieder
Geschrieben von: Hedo Holland   
Donnerstag, 29. Dezember 2011 um 20:15 Uhr

Liedertextarchiv des Wandervogel e.V.

 

Liebe/r Leser/in, lieber Wandervogel

Hier haben wir mehr als 200 schöne Lieder in Texten aufgelistet. Sie sind für Dich ausdruckbar. Wir freuen uns, wenn Du die Texte brauchen kannst und wenn sie Dich interessieren. Gib uns gern Rückmeldung unter 038842-21888 oder unter Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. .

Wir helfen auch gern weiter. Viele der Lieder haben wir in "Capella" vorliegen, einen Teil auch unter pdf oder tif. Ein paar der Lieder senden wir Dir auch gern auf Anfrage zu. Capella - Dateien lassen sich auch als "midi" abspielen, so sind die Lieder viel leichter zu lernen.

Wenn du Anregungen hast oder Lieder einbringen möchtest, melde Dich auch gern.

Herzlichen Gruß vom wandervogel e.v. auf dem Rabenof in Lüttenmark, 50 km östölich von Hamburg.

Es grüßt Euch der Sprecherkreis des wv.

 
Silvester auf dem Rabenhof 2011-12 PDF Drucken E-Mail
Artikel + Berichte - Artikel + Berichte
Geschrieben von: Hedo Holland   
Sonntag, 01. Januar 2012 um 13:53 Uhr

Silvester auf dem Rabenhof

Einige aus dem Lüttenmarker Wandervogel wollten Silvester gemeinsam mit viel Singen, Tanzen und Essen feiern und so wurde es gemacht.

Um 19 Uhr waren alle mit bunten Mützen da. Hundert Kerzen, die bunten schwedischen Tischdecken, Girlanden und Lichterketten wurden aufgezogen und dann die Festtafel mit großartigen Speisen, Weinen,  Punsch, Sekt und Kerzen dekoriert. Das Fest konnte beginnen.

Zuerst wurden Seefahrtslieder geschallert wie noch nie, mit Zetteln für die, die nix wenig auswendig können. Dann begann mit einer Runde und ein paar Sprüchen um die Festtafel die große Schlemmerei. Die schönsten Sachen des alten Jahres wurden verspeist. Dann ein paar Gedichte und Hamilkar Schass mit dem Leseteufel aus „So zärtlich war Suleyken“ von Siegfried Lenz. Dann wieder Lieder und die erste Tanzrunde quer durch den europäischen Tanzgarten mit Ausflügen nach USA und Australien und einer Polonaise zu Beginn.

Wieder ein paar Sprüche, Gedichte, Lieder und unsere Tschaizeremonie mit ausgefallenen Sprüchen und lustigen Dichtungen. Wenn es danach geht, wird 2012 ein gutes Jahr. Dazu gab es köstliche Speisen, einen Magenbitter von Jürgen und weitere Lieder zur Verdauung.

Die zweite Tanzrunde mit Improvisation und lustigen Kreistänze, beim Hoida mit Ändi und dem Hund in der Mitte.  Mit einem lustig, lockeren Nachtgespräch zum alten und neuen Jahr, und dann mit Flax und Scherz näherten Wir uns Mitternacht. Auf Gruselgeschichten verzichteten wir heute, aber Kästner kam zu Ehren. Wir standen im kleinen Saal im Kreis eingehakt mit Sektgläsern in der Hand stießen an, prosteten uns zu, umarmten uns küssten uns und verabschiedeten das alte Jahr mit einem Gruß und begrüßten das neue.

Von oben konnten wir die Knallerei im Dorf sehen. Viele bunten Böller, mehrere tausend Euros allein im Dorf. Prost darauf. Wir hatten uns und hatten es warm, besser als viele in der Welt. Dann gab es Berliner. Auf sHexerei8en mit Bleigießen hatten wir verzichtet. Es gab Berliner als Mitternachtsspeise. Und zum Schluss gab es eine dritte Tanzrunde mit Kreistänzen Erez Erez, Mori Shej, Nemoj Kate aus fröhlichen Ausklang.  Gemeinsames Klarschiff und gutes Verabschieden noch immer locker aber gegen zwei Uhr schon recht müde.

Wer wollte konnte in den Gästebetten oder auf Matratzen übernachten.  Nächstes Jahr möchten wir mit noch mehr Leutchen und Instrumenten feiern und vielleicht auch filmen, auch um das hundertste Jahr des wandervogel e.v. einzuläuten. h

 

Refrain:  Wunderschöne Nachtigall, weis’ mir den Weg zu der Liebe am Wasserfall.

Nachtigall, Du singst so schön, weis’ mir den Weg zu dem Lied, das die Liebe krönt.

1. Die Zeit ist da, das Werk ist getan, weis’ mir den Weg näher an uns’re Sonne heran. Gepäck ist gepackt, ich bin auf dem Weg, lasse den Schatten, der lange schon hinter mir steht.

2. Ein Traum von Festen, an die jeder denkt, vom Narren, der hinter uns steht + uns Fröhlichkeit schenkt. Ein Traum vom Zuhause, von Wohlsein + Geld. Spreiz deine Flügel und wage den Flug in die wölfische Welt.

3. Und kannst Du vor Wolken die Sterne nicht seh’n, Dann wende Dich dorthin wohin Deine Träume geh’n. Und sag Dir woher Du gekommen bist, und wo Deiner glücklichen Zukunft Zuhause ist.

4. Bist Du gut zu denen, die gut zu Dir sind, dann hast Du den Rückhalt der Liebe im wechselnden Wind. Hauthunger ist einsam, Zärtlichkeit schön. Wer möchte durchs Leben schon ohne die Liebe geh’n?

5. Greif in die Sterne und pack ruhig an. Dein Schicksal, das Leben und Lieben nimm selbst in die Hand. Dann ruf’ mir zu und beende, was trennt. Du kannst mich stets finden, wo immer das Feuer brennt.

6. Beim Traum in die Tiefe, beim Wandern im Wald. Mit Lachen und Lieben im Herzen wird niemand alt. Die Liebe zu leben, was auch geschieht, zu träumen, zu singen, zu tanzen das Nachtigall – Lied.              

 

24.2.02 hedo   - Norten kannst Du anfordern Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen können. bzw. 038842-21888

Zuletzt aktualisiert am Sonntag, 01. Januar 2012 um 13:55 Uhr
 
Impulse zum Aufbruch des wandervogels PDF Drucken E-Mail
Hintergrund und Geschichte - Hintergrund und Geschichte
Geschrieben von: wandervogel   
Montag, 07. November 2011 um 20:27 Uhr

 

Impulse zum Aufbruch

             

unseres Bundes

 

 

Miteinander – Füreinander

Ein Bund ist mehr als ein Verein. Wir sind einander verbunden. Wir fühlen uns miteinander wohl, wissen das zu schätzen. Und jeder trage das Seine dazu bei. Was wir an guten Traditionen unseres Bundes schöpfen können nehmen wir dazu. Und was wir an Weistümern aus der Welt von Weisen, Forschern und Völkern lernen, tun wir ebenso hinzu. Und so geht das schon seit Jahren gut.

 

Anfangs waren wir nur ein kleiner Kreis zum Ausbau des Greifenhauses. Jochen, gila, klaus, atti, ralf und hedo trugen viel bei. Besonders viel leisteten auch schrat, ätschi und unserer verstorbener lothar. Dann kamen monija, mato, schmitti, maitre und heidrun dazu. Bei der ersten Bauhüttenwoche waren mato und hedo noch allein, bei der zweiten arbeitete ralf mit, bei der dritten waren wir schon zu Siebt.

 

Seit unserem zehnten Geburtstag haben wir einiges geschafft. Wir haben unsere Kerngruppe und den Lüttenmarker Wandervogel gegründet. Und auch mit unserer Zeitschrift „Wandervogel“ (wv) haben wir Fortschritte gemacht, die gute Ergebnisse brachte. Vor allem aber kamen wir inhaltlich voran.

 

Unsere Gesellschaft und der Einzelne

Unsere Gesellschaft wird individueller und egoistischer und definiert das als wachsende Freiheit. Die Menschen streben zur Single – Gesellschaft ohne Familie, Partner, Kinder, Freunde. Dafür mehr Konsum- und Pistengang. In Hamburg werden drum pro Jahr mehr Einzimmerwohnungen als andere Wohnungen gebaut. Diese Art von Freiheit ist nicht die, die wir als Wandervögel anstreben.

 

Die meisten von uns haben es sich vorgenommen, ihr Leben zumindest jeden Tag ein wenig persönlich selbst zu gestalten. Wer das über einige Zeit tut, wird merken, dass sie / er als Persönlichkeit wächst, durchsetzungsfähiger und selbstbewusster wird, sich nicht mehr alles gefallen lässt. Auf Dauer wirkt sich die wachsende Selbständigkeit dann im Beruf, in der Weltsicht, in der Lebens- und Glücksgestaltung aus.

 

Diese Art wachsender Souveränität braucht jedoch nicht purer Egoismus zu sein. Sie schließt Engagement für Idealismus und für andere Menschen mit ein. Erst wer anderen Menschen Freude bereitet, erntet Glück. Wer sich im Spiegel der Augen anderer erkennt, findet zu sich selbst. Isolation, Single –Dasein, absolute Freiheit und Egoismus allein führen nicht zum Glück.

 

Das Wachsen von Souveränität eines Partners kann natürlich dazu führen, dass der andere Partner nicht mehr mitziehen kann. Vielleicht ist es dann manchmal besser, wenn Partner - Beziehungen sich bewusst lockern und Freundschaft erhalten bleibt, als dass sie Knall auf Fall in die Brüche gehen.

 

Viele von uns leben deshalb – wie allgemein in der Gesellschaft -  allein oder allein erziehend und sind auf der Suche nach einem passenden, mitziehenden Partner. Nach anstrengender Arbeit werden Partner oder Freund/in gebraucht, um Freizeit, Urlaub, Wochenenden Fahrt und Sexualität zu genießen. Es besteht der Wunsch nach Zärtlichkeit, nach Vertrauen, nach offenem Gespräch, nach Wohlfühlen, vielleicht sogar der Wunsch nach gemeinsamen Kindern.

 

Um das stärken zu können, bedarf es eines lebendigen und freiheitlichen Milieus. Diesen stärkenden Freiraum können wir im Wandervogelbund „Freiheit“ nennen. Und so kommen wir im Bund zusammen, um gemeinsam zu feiern, zu fahren, zu wandern, zu tanzen, zu singen, zu musizieren, kulturell und naturnah aktiv zu sein mit Freunden, mit Kindern, mit Alt und Jung.

 

Und im Bund lernen wir Menschen kennen, die eine ähnliche Einstellung haben, oder wir bringen diese Menschen dazu mit. Darunter sind nicht nur Partner - Suchende und diese kulturelle Einstellung Lebende. Es sind auch viele dabei, die ihren Partner gefunden haben, aber auf der Suche nach sich selbst sind, nach den Möglichkeiten, die in ihnen schlummern oder schon geweckt sind, vielleicht sogar mal verschüttet wurden und nun wieder wie bei einer Schatzsuche ausgegraben werden.

 

Wir nennen diese Einstellung „Wandervogel – Leben“ oder „Suche nach der Blauen Blume“. Es geht um eine menschliche Verbindung von Sicht nach Innen zum eigenen Leben – positiv romantisch gefärbt und Sicht nach Außen in die Realität, ins tägliche Leben und politisch. Wer diesen Spannungsbogen lebt, wird merken, dass das Leben dadurch innerlich wie äußerlich viel reicher wird.

Und der Alltag ist nicht mehr grau.

 

Gedanken, die Dir durch diese Sicht- und Denkweise zufließen, nennen manche etwas hochgestochen „Gedanken aus dem Geist des Wandervogels“. Es ergibt sich daraus eine Gesellungs- und Lebensform mit vielen prägenden Wochenenden, Fahrten, Treffen, zu denen es sich lohnt, Wandervogelgruppen an Orten zu gründen aber auf jeden Fall Freunde und Interessierte dafür zu gewinnen, mitzubringen, zusammen zu führen.

 

„Frei aber nicht allein wollen wir immer sein.“ Das mailte mir ein Wandervogelfreund. Recht hat er.

 

Besondere Bindungsmerkmale sind für uns das gemeinsame Singen, das Feiern, die Fahrten, das Wandern, die Gespräche, das Vortragen, Spielen, Musizieren, Schreiben, Fotografieren, Filmen….

 

Lebens- und Familienbund

Unser Konzept als Lebens- und Familienbund ist zukunftsweisend und vereint verschiedene freiheitliche und selbst gewählte Gesellungsformen.

Damit haben wir eine für unseren Wandervogel einen neuen Weg für Impulse, Innovationen und Aufbruch gewählt und unserem Bund zwei Zukunftsformeln gegeben.

 

Neue Meißnerformel

Der Grundgedanke des Wandervogels ist Ausgangspunkt unserer heutigen traditionellen Inhalte

„Mit Betroffenheit verfolgen wir den Weg, auf dem die heutige menschliche Zivilisation voranschreitet. Die unverantwortliche Zerstörung der Natur, die Vereinsamung der Menschen und die Abkehr von den Qualitäten des Lebens gefährden die Existenz der Erde und ihrer Geschöpfe. In der Suche nach einem würdigen Weg der menschlichen Kultur sehen wir die Aufgabe eines jeden, der der heutigen Zeit gerecht werden will.“ (überarbeitete Meißnerformel, 1988 ) 

 

Wandervogelformel fürs Morgen gefasst

Menschheit, Umweltprobleme und Kaptialanhäufungen wachsen, 

Rohstoffe, Entfernungen und Löhne werden geringer.

Menschen müssen die Jugend für die daraus folgenden riesigen Probleme stark machen." 

Als Wandervogelbund ist es für uns Aufgabe, unsere Kinder zu stärken und diese Gedanken weiter bekannt machen. Dazu zählt ganz wichtig das gute Miteinander mit Musischem, Natur, Basiskultur und Gemeinschaft. Hierbei sollten wir mit befreundeten Gruppierungen zusammen arbeiten.

Die Formeln als Gesprächsergebnis notiert von tina 2009

Zuletzt aktualisiert am Dienstag, 08. November 2011 um 21:22 Uhr
 
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